Black Jack

Ein sehr beliebtes Kartenspiel, wenn nicht das beliebteste und das meistgespielteste Kartenspiel in Casinos ist Black Jack. Über den Ursprung dieses Kartenspiels ist man sich nicht einig, es wird aber oft behauptet, Black Jack stamme von französischen Spielen wie Chemin De Fer und French Ferme ab und wurde zum ersten Mal im 17. Jahrhundert offiziell in Casinos gespielt. Die Regeln dieses Spiels sind international fast überall gleich. Die nachfolgende Beschreibung der Regeln basiert auf dem Reglement der meisten deutschen Casinos sowie der Spielbank von Monte Carlo und den Casinos Austria. Vor allem in Deutschland und Österreich sind verschieden Typen von Kartenblättern in Gebrauch, das Fränkische, das Altenburger, das Bayrische und das französische Blatt. Beim Black Jack wird mit den französischer Spielkarten gespielt, mit sechs Paketen mit jeweils 52 Karten, was also 312 Karten entspricht. Der Croupier – auch Dealer genannt – sitzt an der geraden Seite des Spieltisches. Um ihr herum sitzen bis zu sieben Spieler. Das Ziel von Black Jack ist es, mit seinem Kartenwert so nahe wie möglich an 21 zu kommen und dabei den Dealer zu überbieten. Die Punktzahl 21 darf jedoch nicht überschritten werden.

Kartenwerte
Die Karten zwei bis zehn zählen entsprechend ihres Zahlenwertes, jeweils zwei bis zehn Punkte. Karten mit einem Bild – Bube, Dame und König – zählen jeweils zehn Punkte. Im Falle eines Asses hat man die Wahl, ob dieser einen oder elf Punkte zählen soll.

Der Spielbeginn und weitere Ablauf
Zu beginn einer Runde werden die Chips in die entsprechenden Felder auf dem Spieltisch platziert, in sogenannte Boxen. Die Limits werden von den Casinos standardmäßig festgelegt. Die eigene Boxen mit den Spielchips darf aber auch von den anderen Mitspielern benutzt werden. Diese können mitsetzen, haben jedoch kein Mitbestimmungrecht, welche Entscheidung als nächstes getroffen wird. Der Einsatz innerhalb einer Box darf nur so hoch sein, wie es das Casino durch die Limits festlegt. Wenn der Limit einer Box erreicht ist, darf also niemand mehr auf diese Box setzen. Sobald jeder gesetzt hat, werden die Karten ausgeteilt. Als Erstes erhält jeder eine aufgedeckte Karte, auch der Dealer. Danach bekommen alle Mitspieler eine weitere aufgedeckte Karte, der Dealer jedoch nicht mehr. Nun beginnt der Hauptteil des Spiels. Der Spieler links vom Dealer hat das erste Wort. Wenn er meint, die nächste Karte würde ihn noch näher an 21 bringen – vorausgesetzt er hat nicht schon 21 Punkte erreicht – und er würde die 21 nicht überschreiten, so kann er sich noch weitere Karten geben lassen (hit) bis er glaubt, er ist nah genug an 21. Wünscht sich der Mitspieler keine weitere Karte mehr, so kann weitergeben (stay). Wenn ein Mitspieler die 21 überschritten hat (bust), hat er direkt verloren. In diesem Fall gehen die Karten und der Einsatz an den Dealer. Ist die Runde durch, zieht der Dealer seine zweite Karte. Ist dessen Kartenwert 17 oder mehr, zieht der Dealer keine weitere Karte. Andersrum bei einem Kartenwert von 16 oder weniger muss der Dealer eine weitere Karte ziehen. Der Ass muss beim Dealer stets elf Punkte zählen, es sei denn, der Wert 21 wird überschritten. Hat der Dealer zum Beispiel eine Sechs und einen Ass, so kann er dies nicht als Sieben zählen lassen, sondern als 17 und darf somit keine weitere Karte ziehen. Der Dealer bleibt bei seinen 17. Überschreitet der Dealer 21, haben die restlichen Mitspieler automatisch gewonnen. Ansonsten gewinnt derjenige Mitspieler, dessen Kartenwert am nächsten zu 21 ist. Ein Spiel kann aber auch unentschieden enden, wenn ein Spieler mit dem Dealer den gleichen Punktestand hat. Im Falle eines Gewinns erhält der Spieler im Normalfall den doppelten Einsatz wieder. Es gibt jedoch Ausnahmefälle, bei denen ein höherer Gewinn möglich ist. Hat ein Mitspieler zum Beispiel drei Mal die Sieben, so gewinnt er sofort unabhängig von den Karten des Dealers im Verhältnis 3 : 2 und nicht wie üblicher Weise im 1 : 1 Verhältnis. Nach dem Siebener Drilling ist die bestmögliche Kombination der Black Jack. Das heisst ein Ass und eine Zehn bzw. eine Bildkarte ergeben 21. Hat der Dealer keinen Black Jack, gewinnt der Spieler im 3 : 2 Verhältnis. Wenn der Dealer ebenfalls einen Black Jack hat, so verlieren alle Mitspieler, die sich noch im Spiel befinden. Auch diejenigen Spieler, welche 21 Punkte in der Hand halten verlieren aber nicht diejenigen, die ebenfalls einen Black Jack besitzen.

Black Jack

Black Jack ©iStockphoto/Jacob Wackerhausen

Split
Ein Spieler hat die Möglichkeit, seine Hand zu teilen (split). Dies kann geschehen, wenn die ersten Karten die er erhält gleichwertig sind, zum Beispiel zwei Vierer oder Dame und König. Er spielt dann sozusagen mit einer geteilten Hand und getrennten Einsätzen weiter. Auch mehrfaches teilen (resplit) ist möglich, ist aber in der Regel in deutschen Casinos nicht zulässig. In Falle einer geteilten Hand muss man einen weiterer Einsatz in Höhe des ursprünglichen Einsatzes in das Spiel bringen. Nun hat der Spieler die Möglichkeit, für jede geteilte Hand beliebig viele Karten zu verlangen. Wurden zwei Asse geteilt und ergibt sich im Nachhinein eine 21er Kombination durch eine hinzugekommene Bildkarte, so zähl das nicht als Black Jack sondern als gewöhnliche 21 Punkte, da diese Kartenkombination nicht mit den ersten beiden Karten erzielt wurde, sondern erst nach dem Teilen der Hand.

Double Down
Es besteht die Möglichkeit, seinen Einsatz zu verdoppeln nachdem man die ersten zwei Karten erhalten hat. Dabei spielt der Wert der aktuellen Hand die ein Spieler besitzt keine besondere Rolle. Nach dem verdoppelt erhält der Spieler noch genau eine Karte. Auch nach dem Teilen ist das Verdoppeln möglich, hängt aber vom Reglement des jeweiligen Casinos ab. Falls ein Mitspieler, der in der Box eines anderes setzt verdoppeln möchte, kann er dies nur tun wenn der Inhaber der Box ebenfalls seinen Einsatz verdoppelt.

Insurance
Handelt es sich bei der offengelegten Karte des Dealers um ein Ass, haben die restlichen Mitspieler die Möglichkeit, sich gegen einen möglichen Black Jack des Dealers zu versichern. Dazu müssen sie einen festgesetzten Einsatz auf die Insurance line setzen. Kommt es tatsächlich zu einem Black Jack des Dealers, wird die Versicherung im 2 : 1 Verhältnis ausgezahlt. Hat der Dealer aber keinen Black Jack, so wird die Versicherungssumme eingezogen. Wenn ein Spieler einen Black Jack hat und die erste Karte des Dealer ein Ass ist, kann sich der Spieler einen Gewinn im 1 : 1 Verhältnis auszahlen lassen und das Spiel endet zu diesem Zeitpunkt.

Diese Regelung trifft in den meisten deutschen Casinos sowie der Spielbank von Monte Carlo und den Casinos Austria zu. Es gibt jedoch Casinos, in denen es zu einer leichten Abweichung von diesen Regeln kommt, was aber oftmals nichts an den Möglichkeiten des Spielers ändert. So bekommt zum Beispiel der Dealer in den Casinos in den USA zu anfang des Spiels direkt zwei Karten anstatt einer, welche jedoch nicht sofort aufgedeckt wird, was somit nichts am Spielgeschehen ändert.