Death Valley

Das Death Valley (Tal des Todes) ist Teil des 1994 installierten gleichnamigen Nationalparks ganz in der Nähe von Las Vegas. Das Tal liegt nur 180 Kilometer entfernt von der Stadt und ist in einer etwa zweistündigen Fahrt bequem zu erreichen. Der schnellste Weg von Las Vegas führt durch Pahrump, Nevada. Von dort führt die Bell Vista Road nahezu direkt in den Death Valley National Park. Die Anfahrt in den Park sollte nicht nur als lästiger Weg gesehen, sondern bewusst erlebt werden, denn bereits die Anreise durch die Wüste ist äußerst beeindruckend.

Als Teil der Mojave-Wüste und als trockenster Nationalpark der USA ist das Death Valley eines der spektakulärsten und beeindruckendsten Reiseziele in Nordamerika. Es gibt kaum attraktivere und stärker frequentierte Attraktionen in den Vereinigten Staaten. Death Valley ist ein Hitzepool, der östlich der Sierra Nevada liegt und sich zum größten Teil auf dem Gebiet des Bundesstaates Kalifornien befindet. Ein kleiner Teil des Nationalparks gehört zu Nevada. Das Death Valley liegt zwischen zwei Gebirgsketten, ist 160 Kilometer lang und zwischen 8 und 24 Kilometern breit. Eingekesselt durch die beiden Gebirge gelangen kaum Regen und kein Wind in das Tal, so dass Sand, Gestein und Luft sich extrem aufheizen. Im Juli 1913 wurde ein Hitzerekord von 57°C gemessen und auch heute liegen die Temperaturen regelmäßig über der 50°C-Marke.

Death Valley

Death Valley ©TK

Das Death Valley trägt seinen Namen nicht von ungefähr. Die extreme Hitze verbunden mit der Wasserknappheit tragen zu dem Mythos des Tal des Todes bei. Doch Namensgeber war ein konkreter Vorfall im Winter 1849/50, als eine Gruppe von Pionieren in dieser Region verloren ging und für längere Zeit vermisst wurde. Obwohl tatsächlich nur einer der Pioniere im Tal seinen Tod fand, waren auch alle anderen überzeugt, dass dieser Ort ihr Grab sein würde. Zwei jüngere Mitglieder ihrer ursprünglichen Gemeinschaft, die sich auf die Suche nach den Verlorengegangenen machten, fanden die Umherirrenden und brachten sie über die Panamint Mountains in Sicherheit. Auf der Spitze des Berges dreht sich einer der Geretteten um, blickte zurück und sagte: “Goodbye, Death Valley” (Leb wohl, Tal des Todes).

Heute ist das Death Valley sehr sicher und stellt kaum Gefahren für Reisende dar. Zwar gibt es nach wie vor wenige Möglichkeiten, um sich zu verpflegen, doch moderne Kommunikationsmittel und ein freundlicher und kompetenter Nationalparkservice konnten in den letzten Jahren das Schlimmste verhindern. Es werden viele geführte Bus- und Autotouren von Las Vegas aus angeboten, die das Death Valley ansteuern. Hierbei haben Touristen keinerlei Gefahren zu befürchten.
Angenehmer und flexibler ist eine Reise mit einem gemieteten PKW. Es muss darauf geachtet werden, dass genügend Sprit im Tank ist und dass reichlich Trinkwasser für alle Personen parat ist, denn im Park selbst sind diese lebensnotwendigen Dinge nur sehr schwer erhältlich.

Im Death Valley gibt es eine Vielzahl reizvoller Anlaufstellen. Der weltbekannte Zabriskie Point ist einer der schönsten Aussichtspunkte der Welt und bietet einen atemberaubenden Blick über das Tal. Äußerst attraktiv ist Badwater, der tiefste Punkt der USA (85,5 Meter unter NN). Dort finden sich seltsame sechseckige Strukturen, die einen Durchmesser von rund 2 bis 2,5 Metern haben und Teil einer weit größeren und ebenfalls sechseckigen Struktur sind. Dieses beeindruckende Naturschauspiel kann vom etwa 1.750 Meter höher gelegenen Dante’s View aus überblickt werden. Die raue und zerklüftete Landschaft des Devil’s Golf Course hatte frühe Besucher spekulieren lassen, es könne sich hierbei nur um den Golfplatz des Teufels handeln. Zahlreiche andere Punkte in dem National Park lohnen sich, angesteuert zu werden und sind eine Reise wert.

Der Park bietet einige wenige Übernachtungsmöglichkeiten und dort auch die Gelegenheit, sich mit lebenswichtigen Utensilien einzudecken. Allerdings liegen Las Vegas und andere Städte so nah am Death Valley National Park, dass Ausflüge von dort aus leicht zu bewerkstelligen sind. Das Death Valley gehört zu jedem Las Vegas Besuch dazu und sollte nicht verpasst werden. Es ist eine der erstaunlichsten und atemberaubendsten Landschaften der Welt, die hier erforscht werden kann.