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Golfen in und um Las Vegas

Dass in den USA alles gerne ein bisschen größer und üppiger ausfällt, ist bekannt und offenbart sich Golfspielern auch in Las Vegas. Denn die Stadt der einarmigen Banditen und Glücksjäger bietet Golfern weit über 70 Golfplätze – wahlweise direkt am Strip oder nur wenige Autominuten entfernt in der Wüste rund um Las Vegas. Der Golfsport ist in den USA nicht nur den Reichen und Schönen vorenthalten. Golf ist ein echter amerikanischer Volkssport. Deshalb sollten Touristen keine falsche Scheu an den Tag legen, wenn sie Las Vegas besuchen. Natürlich ist die Benutzung eines Golfplatzes im Zentrum von Las Vegas nicht gerade ein Schnäppchen.

Dafür ist die Ausstattung der Plätze und Clubs besonders luxuriös und lässt keine Wünsche offen. Auch Schnupperkurse können gebucht werden. Belohnt werden die Golfer auf den meisten Plätzen mit einer faszinierenden Natur. Denn wo nichts wächst und gedeiht, sondern nur Sand und Gestein den Boden bedecken, wird in Las Vegas kurzerhand Natur gezaubert. Dadurch wirken einige Golfanlagen wie tropische Paradiese; andere hingegen liegen landschaftlich so reizvoll, dass sie keine künstlich erschaffene Naturwunder benötigen. In jedem Falle aber wird der Golfer nicht nur Bälle schlagen, sondern auch staunen (und wahrscheinlich eifrig fotografieren). Überdies kann in Las Vegas das ganze Jahr über dem Golfsport gefrönt werden. Wer angenehme Temperaturen bevorzugt und der Wüstenhitze, die in den Sommermonaten vor allem nachmittags locker die 40-Grad-Marke überschreiten kann, ausweichen möchte, kann am frühen Morgen oder abends golfen. Das entlastet auch den Geldbeutel, denn viele Golfclubs locken frühmorgens und spätabends mit verbilligten Tarifen.

Urlauber, die einen Aufenthalt in Las Vegas plant und diesen mit dem Golfsport verbinden möchten, sollten sich vorab informieren, welche Hotels über eigene Golfplätze verfügen und Paketangebote schnüren. Das ist nämlich die bequemste und stressfreieste Variante. Im berühmten Bellagio zum Beispiel und anderen Hotels der MGM-Gruppe werden den Gästen Sonderkonditionen offeriert. Und wer das nötige Kleingeld hat, um hier eine Suite zu buchen, darf sich darauf freuen, mit der Stretch-Limousine zum hoteleigenen Golf-Paradies chauffiert zu werden.

Golfen in und um Las Vegas

Golfen in und um Las Vegas ©TK

Golfsportler, die mehr Wert auf Landschaft als auf Luxus legen, haben die Qual der Wahl. Rein technisch gesehen bieten fast alle größeren Golfplätze in Las Vegas einen vergleichbar hohen Standard. Ansonsten geben bei der Entscheidung der persönliche Geschmack und die Urlaubskasse den Ausschlag. Besonders beliebt ist zum Beispiel der Shadow Creek, der binnen 15 Autominuten zu erreichen ist und mit einer Bergkulisse überrascht, die den europäischen Alpenpanoramen nicht ganz unähnlich ist.

Ebenfalls außerhalb des Stadtzentrums liegt die Golfanlage „The Falls“ – ein 18-Loch-Bergplatz am Lake Las Vegas. Er ist preislich günstiger als der Shadow Creek, bietet jedoch auch ein überwältigendes Panorama, Wasserfälle und eine bizarre Canyonlandschaft. Gerade die außerhalb des Strip angesiedelten Golfplätze haben nicht nur sportlichen Wert, sondern tragen nach einem langen Tag in der quirligen, lauten City von Las Vegas deutlich zur Erholung bei. Beim Reflection Golf Club gibt es gratis dazu einen exklusiven Blick auf das Seeufer des Lake Las Vegas. Der Palm Valley Course gehört zu den spektakulären Golfplätzen von Las Vegas. Billy Casper und Greg Nash kreierten die Anlage, deren berauschende Optik irgendwo zwischen Tropeninsel, englischem Garten und schwedischer Seenplatte keinen Spieler unberührt lässt.

Im Jahre 2000 erst wurde der mediterran gestaltete Siena Golf Club eröffnet und hat sich rasch zu einem der beliebtesten Anlagen in Las Vegas entwickelt. Jede Station – von einigen aus kann man auf die Stadt schauen, andere geben den Blick auf die Berge frei – ist in einem eigenen Design gehalten; rauschende Wasserfälle und Wasserspiele, Palmen und eine abwechslungsreiche, bunt blühende Flora machen eine Partie auf dem Siena Golf Club zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eine echte grüne Lunge inmitten der staubigen Wüste ist der Rhodes Ranch Golf Club. Sanfte, grüne Hügel wechseln sich mit tiefblauen Seen ab; über 3000 Palmen spenden Schatten und lassen Karibik-Atmosphäre aufkommen. Die 18-Loch-Anlage im Südwesten von Las Vegas legt großen Wert auf einen freundlichen, zuvorkommenden Service und wird vor allem an den Wochenenden von zahlreichen Golfern angesteuert. Wer es also ruhiger mag, sollte dieser grünen Oase besser unter der Woche einen Besuch abstatten. Der Tuscany Club – eine der neueren Golfanlagen in Las Vegas – bringt die Toskana nach Nevada. Das spiegelt sich auch in der exklusiven Weinkarte des Clubs wider. Das 18. Loch hat es allerdings in sich und sollte lieber nüchtern angepeilt werden – die Betreiber selbst sprechen von einem echten „Monster“. 440 Yards weit muss der Ball fliegen, um sein Ziel zu erreichen – und wenn er das nicht tut, landet er nicht selten in einem der zahlreichen Wasserfälle des Tucscany Country Clubs. Zu den besten zehn Golfplätzen Nevadas zählt der nur wenige Minuten vom Strip entfernte TCP the Canyons. Er besticht allerdings nicht durch eine üppig wachsende Natur. Seine Faszination beruht vielmehr auf dem, was die Landschaft von Las Vegas ursprünglich zu bieten hat: Wüste, Berge und Geröll. Das ist in Wirklichkeit besser als es sich zunächst anhören mag: Gerade wegen seines urigen Ambientes besticht der TCP the Canyons durch eine unvergleichliche Atmosphäre. Wer die Wüste in ihrer schönsten Stunde erleben möchte, sollte den Platz am besten kurz vor Sonnenuntergang ansteuern. Das schwindende Licht taucht die Wüstenlandschaft in ein feuriges Farbenspiel unterschiedlichster Rot- und Orangetöne – ein Anblick, den niemand so schnell wieder vergisst. Außerdem ist der TCP the Canyons für Spieler aller Klassen geeignet. Auch das macht ihn sehr beliebt. Natürlich sind auch die kleineren Golfanlagen in und um Las Vegas sehenswert. Denn der Begriff „klein“ ist in Las Vegas bekanntlich relativ.