Las Vegas, Zion Nationalpark und Grand Canyon

Nach dem langen Flug und der abenteuerlichen Fahrt vom Flughafen zum Hotel in einem der Mini Shuttles brauchten wir erst einmal etwas Erholung. Daran konnte auch das wirklich gute Essen im Hotel und eine Runde durch den luxuriösen Pool nichts ändern. Frisch ausgeruht wollten wir am nächsten Morgen eigentlich direkt die Umgebung erkunden, konnten dann aber einem Sprung in den 40000 qm großen Pool, mit künstlichem Riff, Wellenbecken und Schlauchbootkanal doch nicht widerstehen. Mittags haben wir dann erst mal die Gegend erkundet und wurden fast erschlagen von unendlich vielen Werbetafeln, Glimmer und Glitter. Das war allerdings noch nichts im Vergleich zu dem, was uns am Abend erwartet hat. Las Vegas bei Nacht ist einmalig. Die Lichter, die Menschen, die ganze Atmosphäre der Stadt ist fantastisch.

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Nach einem kurzen Kaffee und dem Frühstück "to take away" machten wir uns dann mit dem Mietwagen auf dem Weg zum Zion Nationalpark. Die drei Stunden Fahrt dorthin hat sich auf jeden Fall gelohnt. Mit den malerischen Canyons und den roten Sandsteinfelsen gehört der Park mit recht zu den schönsten Nationalparks der USA. Leider war der Tag dort viel zu schnell vorbei und wir sind uns Sicher, dass wir beim nächsten Las Vegas Besuch zwei bis drei Tage für den Park einplanen werden. Das Hotel im Nationalpark sieht ansprechend aus und vom Spaziergang bis zum Klettern ist dort alles möglich. An unserem dritten Urlaubstag sind wir zum Leak Mead gefahren. Dieser Staudamm ist gewaltig und mit einer Wassertemperatur von ca. 20 Grad war er ideal zum schwimmen und Schnorcheln.

Am Abend ging es dann ins Hotel Bellagio zum Cirque du soleil. Die 99 Dollar für die Eintrittskarte haben sich auf jeden Fall gelohnt. Die Show findet rund um ein riesiges Wasserbecken statt und man hat während der Show wirklich das Gefühl, dass man nicht weiss wohin man zuerst schauen soll. In dieser Show findet irgendwie alles gleichzeitig statt und man hat das Gefühl in einem Zustand von Faszination und schrecken zu Schweben. Die "standing ovation" am Ende der Show hatten sich die Artisten wirklich mehr als verdient.

Am 4. Tag haben wir dann eine Shoppingtour gemacht und uns natürlich auch eine der Hochzeitskapellen angeschaut. Trauungen wie am Fließband, nicht unbedingt meine Sache aber zum anschauen wirklich amüsant. Der fünfte Tag hat uns noch mal in Richtung Lake Mead geführt, zum Valley of Fire. Nicht nur die Eichhörnchen dort waren froh über das mitgebrachte Picknick sondern auch wir, vor allem über die Wasserflaschen. Man hat dort das Gefühl, die Steine und Felsen wären rot glühend und genau solch eine Hitze strahlen sie auch aus. Schatten sucht man Valley of Fire vergebens, dafür wurden wir aber mit fantastischen Felsformationen belohnt, von denen einige aussahen wie Nashörner und Elefanten. Besonders beeindruckt haben uns allerdings die vielen indianischen Felsenzeichnungen. Der Ausflug hat sich in jedem Fall gelohnt, aber wir können wirklich nur jedem Raten, genügend zum trinken und einen guten Sonnenschutz mitzunehmen.

Gegen Abend waren wir dann noch am Hotel Venetian. Die Shopping Meile am künstlich angelegten Canale Grande sollte man auf jeden Fall gesehen haben. Neben den Nobelboutiquen, für die wir erst mal einen Kasinogewinn benötigt hätten, gibt es dort aber auch viele kleine Boutiquen und Galerien die auf jeden Fall lohnenswert sind.

Unser 6. Urlaubstag stand dann ganz im Zeichen der Erholung. Während wir normalerweise keine "Poolurlauber" sind, hat uns der Tag am 40000 Quadratmeter Pool sehr gut gefallen. Außerdem wollten wir für unseren Kasinobesuch am Abend noch fit sein. Unser Gewinn war leider nicht der Rede wert, aber die Atmosphäre war klasse. Hätten wir uns nicht vorher ein Budget festgelegt, wären wir vermutlich versucht gewesen, die ganze Nacht hindurch an den verschiedenen Spieltischen und einarmigen Banditen zu spielen.

Am nächsten Tag sind wir dann zu unserer zwei Tages Tour zum Grand Canyon aufgebrochen. Es ist schwierig, das Gefühl zu beschreiben, wenn man das erste Mal über einen der Canyon Ränder schaut. Wer in Las Vegas ist, sollte sich auf gar keinen Fall einen Ausflug dorthin entgehen lassen. Man wird für die 6 Stunden Fahrtzeit reichlich entschädigt und nach der pulsierenden Stadt kommt einem nicht nur alles ruhig und friedlich vor, man fühlt sich selber auf einmal unglaublich klein. An unserem letzten Urlaubstag waren wir auf dem Stratosphere Tower. Mit 356 Metern Amerikas höchster Turm und wirklich nur für schwindelfreie geeignet. In einem Anfall von Wahnsinn oder besser mit unglaublichem Mut und wackeligen Knien haben wir uns mit dem Big Shot noch mal 48 Meter nach oben schießen lassen um dann nach einigen Sekunden Schwerelosigkeit wieder sanft auf dem Tower zu landen. Auf die Schaukel am Rand der Plattform haben wir uns allerdings nicht mehr getraut und statt dessen ein Essen in dem sich drehenden Restaurant genossen.

Die Schaukel und das Kettenkarussell heben wir uns dann für unseren nächsten Las Vegas Trip auf, denn dass wir wieder kommen, steht auf jeden Fall fest. Die Stadt, die Shows und die Umgebung sind wie alles in Las Vegas gigantisch und der lange Flug dorthin lohnt sich in jedem Fall.