Von Las Vegas zum Canyon und zurück
Schon aus dem Flugzeug heraus, erstrahlte Las Vegas in unvorstellbarem Glanz. Plötzlich tauchten diese gigantischen Silhouetten auf und ich freute mich riesig auf den Besuch der Spielerstadt. Obwohl es schon später Nachmittag war, empfand ich die Hitze und vor allem die trockene Luft unerträglich. Meinen Mietwagen und auch einige Hotels hatte ich schon vorab in Deutschland gebucht. Ich hatte große Schwierigkeiten, mit dem Verkehr der pulsierende Metropole, zurecht zukommen und war heilfroh als ich mein Hotel erreichte. Meine ersten zwei Nächte verbrachte ich im Hotel „The Mirage“. Das Hotel gehört zu den exklusiveren Häuser Las Vegas und ich zahlte knapp 150 Dollar pro Nacht, genoss dafür aber einen einzigartigen Blick aus meinem Zimmerfenster im 10. Stock.
Anzeige:
Überhaupt wird der Eindruck dieses Hotels für mich unvergesslich bleiben. Wenn ich heute die Bilder der Reise betrachte, dann glaube ich, die vielen exotischen Pflanzen riechen zu können, die sich in der gesamten Lobby verteilen. Den ersten Abend ging ich ruhig an und schwamm zunächst einige Runden im Poolparadies, um mich von dem langen Flug zu erholen. Später wagte ich mich auf den Strip hinaus, auf dem sich hunderte Menschen drängelten. Überall ratterten die Slotmachines, doch ich blieb standhaft. Mein Hunger war groß und das Angebot an Hamburgern vielfältig. Die ganze Nacht dröhnte der Lärm von den Straßen herauf. Die Kälte der Klimaanlage war unerträglich und ich hatte große Probleme, mich beim Verlassen des Hotels wieder an die Außentemperatur zu gewöhnen. Am nächsten Tag bummelte ich den Strip hinunter. Das war am Mittag noch ohne große Probleme möglich. Casino reihte sich an Casino und außer Spieltischen hat die Wüstenstadt nicht wirklich was zu bieten. Klar, dass auch ich am Abend einige Dollars verspielt habe, aber ich war froh, als ich am nächsten Morgen die Stadt verließ.
Ich wollte mir unbedingt noch zwei weitere Highlights des Westens ansehen, nämlich den Grand Canyon und den Lake Powell. So nahm ich die Autobahn 15 und fuhr nach Norden um die Grenze nach Utah zu passieren. Der ständige Kampf gegen die Hitze trübte den Urlaubsspaß. Über viele unbefestigte und einsame Straße erreichte ich erst am frühen Abend den Bryce Canyon. Ich übernachtete in einer Hütte der Bryce Canyon Lodge. Die Hotelanlage war einzigartig und auch das Restaurant bot eine ganze Reihe kulinarische Höhepunkte zu zivilen Preisen.
Nach dem Frühstück fuhr ich durch diese einzigartige Landschaft. Die Sonne schien gnadenlos vom Himmel und begleitet von trockener und staubiger Luft, fuhr ich über die Autobahn 89 zum Lake Powell herüber. Die Landschaft wirkte irreal. Dieser gewaltige See lag eingebettet in rotfarbenden Schluchten. Ich machte eine Pause am Ufer des Sees und genoss einfach nur diesen überwältigenden Anblick. Am frühen Nachmittag erreichte ich Page, wo eine Übernachtung im Best Western Hotel vor mir lag. Diese war mit 30 Dollar human und das Hotel verfügte sogar über einen Swimming Pool. Am Abend bummelte ich durch die Page und kehrte in ein kleines Restaurant ein. Bei Country Musik aß ich ein schmackhaftes Steak mit gegrilltem Maiskolben.
Auch der nächste Morgen begann wieder mit dieser unerträglichen Hitze. Nachdem Frühstück machte ich mich auf den Weg zum Zion National Park nach Utah. Die Schluchten des Parks waren gigantisch und der Anblick faszinierend. Ich übernachtete im Flanigan´s Inn in Zion. Ich besuchte das hauseigene Restaurant und war begeistert vom Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein gutbelegtes Sandwich mit typisch amerikanischen Krautsalat war ab 10 Dollar zu haben.
Am nächsten Tag fuhr ich nach Las Vegas zurück, wo noch weitere 2 Nächte im Mirage vor mir lagen. Gerne hätte ich mir eine der vielen Shows angesehen, doch am Abend viel ich todmüde ins Bett. Diese unerträgliche Hitze war Gift für meinen Körper. Trotzdem genoss ich die letzten zwei Tage in der Wüstenstadt. Am letzten Tag machte ich einen geführten Ausflug zum Hoover Dam. Mit einem Bus ging es in den etwa 50 Kilometer von Las Vegas entfernten Black Canyon. Hier wurde der Staudamm in den dreißiger Jahren gebaut, um Las Vegas mit Strom und Wasser zu versorgen. Gigantisch war der Anblick der Staumauer und auch die spätere Führung durch das Kraftwerk war das Geld wert. Am nächsten Tag trat ich mit die Heimreise an. Mein größter Fehler war, dass ich im Juli in den Westen der USA gereist war, denn die Hitze war teilweise unerträglich.