Las Vegas - Stadt der Illusionen und des Glücks

Wir lernten Las Vegas auf einer 14-tägigen Amerikarundreise kennen. Auch heute noch erstaunen uns die Bilder dieser Stadt in der Wüste Nevada. Kaum eine andere Stadt Amerikas vermittelt den amerikanischen Traum, mit Leichtigkeit zum Millionär, wie Las Vegas.

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Die Stadt der Casinos, des Glücks erstrahlt nachts im bunten Glamour. Fast virtuell wird uns mitten in der Wüste begreiflich gemacht, wie nah, nur mit etwas Glück man alle Träume erfüllen könnte. Verführerisch wird mit Licht, Magie und Illusionen gespielt. Umso mehr reizte es uns, gerade mit dieser Stadt die Erlebnisse einer Amerikareise zu teilen.

Der Bus brachte uns bereits in den Stunden des Vormittags in die Stadt. Der erste Eindruck enttäuschte eher. Nackt und kahl, von grellen Licht der Wüstensonne beschienen wirkten Las Vegas am Stadtrande.eher einer grauen Maus. Das Bild änderte sich bis kurz vor der Hotelankunft nicht wirklich. Hitze und eher ein grau trüber Schmutz durchzog die Stadt. Doch dieser erste Schein ist trügerisch. Beim zweiten Blick und erst recht wenn die Dämmerung über die Stadt bricht, erweicht das Herz der Metropole, lächelt einen förmlich an. Ab jetzt fragt keiner mehr nach der Zeit, denn Zeit und Raum scheinen in Fantasie und Magie vergessen.

Las Vegas lebt bei Nacht und öffnet auf grandiose und unvergessliche Weise, Welten und Orte, von denen man glaubt, man ist schon angekommen. Unsere Tour startete in Caesars Palace. Der Bereich vor dem Hotel vereint römische Antike mit Glanz und ruhmesreiche Gloria. Kaum zu glauben, dass das Ensemble bereits seit 1966 errichtet wurde. Im Inneren ergreift eine mediterrane Promenade den mittelalterlichen, europäischen Stil auf und barocke Formen dominieren die Läden der wohl elegantesten und unterhaltungsreichsten Malls im Bundesstaat Nevada.

Der Bus fuhr weiter und zeigte uns weitere Highlights einer wahrhaft illusionsreichen Stadt. Jedes Objekt, jede neue Illusion verdient all die Superlative. Vor dem Casinobau The Venetian berichtete der Reiseführer, dass Sophia Loren bei der Eröffnungsfeier keine Worte für so viel Lob fand und der venezianische Bürgermeister vor Gram sich in seiner Ehre verletzt sah. Und fürwahr spiegelt der gesamte Komplex mit dem Dogenpalast, der Rialtobrücke, die inszenierten Marmorböden und selbst den nachempfundenen Canale Grande ein unglaublich prunkvolles Venedig wider.

Wir sollten noch an einem anderen Spektakel teilhaben, bevor man uns in die Welt der Shows entließ. Auf dem Weg zum Mirage berichtete man uns eher beiläufig vom benachbarten Treasure Island, deren Welt, der einer „Schatzinsel“ mit Seeräubern,Schiffen und Seegefechten nachempfunden wird. Vor dem Mirage-Hotel angekommen, die Gedanken noch in der Piraterie nachhängend, ertönte ein immer stärker werdendes Getöse unter Palmen, hinter einem Zaun. Das Grollen sollte einen Vulkanausbruch darstellen. Zwar gab das Spektakel glutfarbende Massen von sich, doch empfanden wir dieses Highlight eher unrealistisch. Wir geben zu, ein paar sarkastische Worte sprudelten zur Erheiterung aus unserem Mund. Übrigens in unsere Dia-Show fehlt der Vulkan. Erkaltet und erloschen, wir können nur drüber reden. Andere Urlauber erzählten uns, dass man ihnen Luxor mit der Sphinx vorführte und auch diese Welt eher enttäuschte, da sie mit der Realität nichts Gemeinsames außer den Namen trägt und der Respekt vor der ägyptischen Geschichte nicht gezollt wird.

Endstation an diesem Abend war das Bally´s Las Vegas, welches gleichzeitig unsere Unterkunft für eine Nacht war. Futuristisch bringt in der Dunkelheit der Nacht ein Förderband die Gäste in ein von außen wirkendes rot erleuchtetes Fabrikgelände. Im Inneren wartet neben gut ausgestatteten Zimmern, Außenpoolanlage und zahlreichen Bistros und Shoppingmöglichkeiten das gigantische Casino mit einer Fläche von über 6500 m². Doch wurden wir eingeladen, so eine Art Musical zu schauen. Und wieder spielte eine Reise durch die Zeitgeschehen der Welt als Illusion die tragenden Hauptrolle. Die Titanic versinkt, Tempel stürzen ein und doch sorgen die Spezialeffekte für eine atemberaubende Stimmung. Fasziniert und hervorragend unterhaltend haben die Showgirls und Varieté-Einlagen. Der gesamte Abend war berauschend und ein wahres Fest, ganz ohne kulturgeschichtliche Schock. Erst in den frühen Morgenstunden gewannen der neu anbrechende Tag und unsere Müdigkeit.

Bevor der Tourbus wieder hinaus in die Wüste fuhr, führte der Weg noch einmal vorbei an die Bettenburgen dieser Stadt, vorbei am MGM-Hotel und dem Stratosphere Hotel mit der höchsten Achterbahn der Welt.

Zum Schluss möchten wir eigentlich sagen: Schließe Deine Augen und male Dir deine Illusion, öffne die Augen und Las Vegas verliert sich auch in Deinen Illusionen, Ehrenwort.

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