Lichtermeer Las Vegas

Vor einigen Jahren - ich war zu dem Zeitpunkt noch 17 Jahre alt, machte ich mit meinen Eltern eine Rundreise durch den Westen der USA. Einige Orte dort haben mich besonders beeindruckt. Dazu gehört auf jeden Fall die Spielermetropole Las Vegas.

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Wir fuhren damals von Arizona aus eine Nacht lang durch die Wüste und irgendwann tauchte vor uns mitten im Nirgendwo das Lichtermeer von Vegas auf. Es war wahnsinnig beeindruckend, man konnte kaum glauben, dass sich dort in der düsteren Nacht, inmitten der ansonsten völlig verlassen wirkenden Wüste eine ganze Stadt befinden konnte. Wir stellten uns auch sogleich die Frage, woher der ganze Strom bezogen wird, der zum Betreiben dieser vielen Lichtreklamen nötig ist.

Als wir dann durch die City fuhren, wurde ich weiterhin von den Impressionen völlig überwältigt. Es ist unbeschreiblich beeindruckend. Ich glaube, dass niemand der noch nie in Las Vegas war, dieses Gefühl nachvollziehen kann. Es ist so ganz anders als im Fernsehen, wenn man selbst dort ist, man wird von Eindrücken schier erschlagen. Leuchtreklamen überall, dazu die Geräusche - aller "Ernst des Lebens" scheint weit entfernt zu sein.

Wir haben dann unsere Zimmer im Hotel und Kasino "Cesar's Palace" bezogen - es war schwer sich zu entscheiden, ich hätte am liebsten im nach gebauten New York gewohnt oder doch lieber im Hardrock Cafe? Na ja, jedenfalls wohnten wir im Cesar's und das riesige Kasino unten bot wieder eine Vielzahl von Eindrücken. All die Menschen die an den zahlreichen Spieltischen und Automaten ihrer Passion nachgingen...

Leider sollte dieses Kasino das einzige bleiben, welches ich, als damals 17-jährige, von innen sehen durfte.

Als wir am nächsten Morgen aufstanden, begannen wir mit unserer Erkundung von Las Vegas zu Fuß. Tagsüber büßt es einiges von seinem Glamour ein, muss ich sagen. Als Hamburgerin drängt sich mir zugleich der Vergleich mit der Reeperbahn, von uns liebevoll als "Kiez" bezeichnet auf. Der Kiez sieht auch nur im Nachtlicht gut aus, wenn alles leuchtet, glitzert und strahlt. Bei Tag wirken die Häuser eher schäbig. Und genau das gilt auch für Las Vegas - diese Stadt lebt einfach von ihren Lichtern.

Ich habe bei dieser Reise auch erfahren, dass in Vegas ausschließlich Hotel- und Kasinopersonal etc. und natürlich deren Angehörige wohnen. Für diese Menschen gibt es extra Schulen und Kindergärten, aber ansonsten ist diese Stadt eben ausschließlich für Touristen. Eine Kunstwelt mitten in der Wüste, die aber trotz alledem einen besonderen Zauber, eine spezielle Anziehung ausübt.

Ich war nachhaltig von der Spielermetropole beeindruckt und habe mir damals geschworen, nach meinem 21. Geburtstag wiederzukommen und auch einmal an einem dieser Spieltische zu sitzen um zu selbst die Erfahrung zu machen, was es bedeutet in dem Zockerparadies überhaupt der Tätigkeit des Spielens nachzugehen.

Auf diese Möglichkeit warte ich bis heute, aber irgendwann werde ich dieses Versprechen wahrmachen, das steht für mich fest.

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