Las Vegas - ein einmaliges aber lautes Erlebnis

In the beginning....
Meine Frau und ich hatten schon eine Woche in Los Angeles hinter uns und waren sehr früh an diesem Morgen aufgestanden. Von unserem Zwischenübernachtungsstopp-Motel in Corona aus wollten wir heute mit unserem Mietwagen zur weltbekannten Spielerstadt Las Vegas aufbrechen. Dies bedeutete eine uns bis heute unvergessliche Fahrt durch endlose Wüstenlandschaften über den Interstate 15 Highway. Jede Menge Berge und Trockenvegetation und ein meist leerer Highway, der schnurstracks bis ans Ende der Welt zu führen schien. In Las Vegas - der Perle der Wüste - angekommen, konnten wir sofort sehen was hier den Ton angab: Spielcasinos, Live-Shows und jede Menge geschäftiges Treiben unter schillernden Leuchtreklamen. Die Temperaturen sind tropisch - schließlich befindet man sich ja inmitten der Wüste Nevadas. Selbst um Mitternacht sind es hier noch gut 25°C.

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Unser Hotel
Nachdem wir unser Hotel - das "Riviera"- gefunden hatten (was trotz der Lage direkt am "Strip" wegen der vielen verwirrenden Reklamen und der immensen Länge des Las Vegas Boulevard gar nicht so schnell und einfach war) traf uns unversehens ein Hammerschlag: Wir kamen von einer endlos ruhigen Fahrt ins Erdgeschoss des Hotels um einzuchecken (alle Hotels sind hier auch immer Casinos) und es überfiel uns ein heftiger Lärmpegel der Spielautomaten gepaart mit hektischem Spielbetrieb der davor sitzenden oder Geld wechselnden Menschenkonzentrationen. Im Riviera ist der Check-in-Schalter direkt im Casinobereich platziert und dies bedeutet die Notwendigkeit einer lauten und klaren Stimme, um sein Anliegen deutlich zu machen. SO hatten wir das wirklich nicht erwartet!

Immerhin, nach 5 Minuten war die Sache erledigt und der Aufzug zu unserem Zimmer im 7. Stock gefunden. Das Zimmer selbst war in Ordnung, mal abgesehen von einem Zigaretten-Brandloch im Bettlaken. Die Hotels in Vegas sind grundsätzlich sehr groß dimensioniert und dabei sehr günstig, wie auch die Verpflegung. Verdient wird hier eher durch die Einnahmen in den Spielcasinos.

Der "Strip"
Am nächsten Tag sprangen wir morgens erst mal kurz zur Erfrischung in den Hotelpool, auf den wir von unserem Zimmer direkt blicken konnten. Super und sehr zu empfehlen!

Anschließend taten wir dann, was wohl alle Touristen in Vegas tun: Raus auf den Las Vegas Boulevard (oder auch "Strip") und in diversen Casinos das bunte Treiben verfolgt, ein oder zwei Shows genossen und natürlich: Das Glück herausfordern bei einarmigen Banditen, beim Kartenspiel und beim Roulette. Besonders beeindruckend fanden wir den "Caesars Palace", ein riesiger Komplex mit Hotel, Restaurants, Casinos, einer Cyber Station und dem weltberühmten Boxareal, wo schon viele Titelkämpfe stattfanden mit Live-Übertragungen in die ganze Welt. Jedes Hotel / Casino hat seine ganz eigene Themenwelt, z.B. das "Venetien" mit einer Kanallandschaft und Gondoliere, ganz im Sinne von Venedig.

Ein kleiner Geheimtipp ist der "Peppermill" Coffeeshop. Hier kann man für ca. 8 US$ einen Fruchtsalat mit frischen Früchten und Eis genießen, der locker für 2 Personen reicht. Sehr angenehm bei den heißen Außentemperaturen!

Fazit
Wir waren ganze 3 Tage in Las Vegas. Es war absolut sehenswert und ein tolles Erlebnis, allerdings auch eine wirklich ausreichende Zeitspanne. Viel länger konnten wir das DING DING aus allen Casinos und die immer gleichen Abläufe nicht mehr ertragen. Man sollte diese Glitzerwelt definitiv einmal "Live" erleben, zumal Unterkunft und Verpflegung gut und günstig sind. Jedoch sind mehr als 3 Tage nicht unbedingt zu empfehlen, außer man ist ein wirklicher Glücksspielfanatiker. Dann allerdings kann der Besuch in Vegas auch recht teuer werden. Wir haben in den 3 Tagen zusammen immerhin ca. 350 Dollar verspielt und dies nur, weil wir eigentlich auch mal jede Spielart ausprobieren wollten. Das Mindestalter für das Casinospiel ist übrigens 21 und man sollte immer seinen Ausweis dabeihaben, da die überall präsenten Sicherheitsleute dies unter Umständen Schwarz auf Weiß sehen möchten.

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