Las Vegas – Magie in der Wüste Nevada

Einmal Las Vegas, nicht zum Heiraten wie einige unserer Bekannten. Nein, wir wollten einfach dieses Flair genießen, von dem so viele schwärmen. Wir hatten lange gespart, wollten aber nicht alles nur für ein nobles Hotel ausgeben. Also buchten wir uns ein Zimmer im Sahara, ein drei Sterne Hotel das zwar ziemlich weit oben am nördlichen Strip liegt, dafür aber recht preiswert ist. Uns erwartete ein nett eingerichtetes, sauberes Zimmer und als Sahnehäubchen ein hoteleigener Pool. Wie jedes Hotel in Vegas hat auch das Sahara einige Attraktionen zu bieten, darunter die Speed World. Auf mehr als 3000 Quadratmetern können hier Motorsportbegeisterte original Grand-Prix-Rennwagen bestaunen, die Speed-Achterbahn ist zugegeben nichts für 'Weicheier'. Auch wenn der Flug noch so anstrengend war, draußen wartete die Glitzermeile auf uns.

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Las Vegas in 'echt' ist einfach nicht mit den Bildern aus dem TV zu vergleichen. Die Stadt ist so bunt und prächtig, dass sie offensichtlich nicht in gängige Bildformate zu fassen ist. Die Fontänen vor dem Hotel Bellagio schießen regelmäßig über eine Länge von 300 Metern in den Himmel, im Dunkeln sind die Fontänen beleuchtet und wunderschön anzuschauen. Schon von außen sind die gigantischen Hotelkomplexe ein Erlebnis. Vor dem Mirage bricht allabendlich ein Vulkan aus, das Ereignis kündigt sich bei Einbruch der Dämmerung bereits mit leisem Grollen an und zieht stets unzählige Schaulustige an. Hat sich die Nacht über die Wüste gelegt, beginnt der Vulkan Feuer in den Nachthimmel zu speien – ein Schauspiel, das wir hätten jeden Abend genießen können. Aber man kommt nicht nach Vegas um das gleiche Spektakel zweimal zu sehen.

Nicht weniger beeindruckend als der Vulkan, war die Blue Man Group mit ihrer Show im Hotel Venetian. Mit selbst gebastelten, exotischen Instrumenten hauen einem die Performer aus New York die Musik nur so 'um die Ohren'. Die Show ist ein echter Hammer und reißt einfach jeden mit. Etwas gesitteter geht es da schon im Abba-Musical Mamma Mia zu, außer Freitags findet die Show jeden Abend im Mandalay Bay statt. Die unterhaltsame Show bringt echtes Urlaubsfeeling und wirklich jeder kann mitsingen.

Wer einmal in die Wüstenstadt kommt, der sollte auch unbedingt ins 'Top of the World'. Das Restaurant ist im Stratosphere Tower, der über 350 Meter hoch ist. Das Restaurant dreht sich um seine eigene Achse und der Blick über die Las Vegas ist grandios. Attraktionslüsterne lassen sich im Big Shot des Towers knapp 50 Meter in die Luft katapultieren und genießen für wenige Sekunden die Schwerelosigkeit. Von außen nett anzuschauen ist ohne Frage auch das 'Kettenkarussell' Insanity, das sich in schwindelnder Höhe um die äußere Plattform des Towers dreht. Zugegen: wir haben uns nicht auf das Insanity gewagt.

Wer viel feiert, wird natürlich auch irgendwann einmal hungrig und wer vor zehn Jahren nach Vegas reiste, konnte sich noch getrost für wenig Geld durch die Casino-Buffets futtern. Heute sind diese Buffets sehr exklusiv und die Preise ebenso luxuriös. Ein absoluter Hit ist das Spago mit seinen recht preiswerten kalifornischen Spezialitäten, außerdem gibt es dort eine hervorragende Pizza – vielleicht die beste in der ganzen Wüste. Aber in einer so exklusiven Metropole möchte man nicht nur von Pizza leben, irgendwer hatte uns vom Rainforest Café vorgeschwärmt. Nach unserem Besuch ahnten wir, dass dieser jemand Vegas vermutlich mit samt Kindern bereist haben musste. Die Spezialitäten des Restaurants beschränken sich eher auf Fast-Food-Gerichte wie Fladenbrot und Pasta. Die Speisekarte ist für Kiddies sicher ein Hit, genauso wie das Interieur des Rainforest. Überall sieht man bewegte Gorillas, Elefanten und ähnliches und ab und an zieht sogar ein Gewitter über den Regenwald hinweg – wirklich abenteuerlich.

Das Flair der glitzernden Wüstenstadt ist einfach einmalig und unsere Reise war wirklich jeden Dollar wert.

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