Roulette

Roulette kommt aus dem französischen und heisst soviel wie “Rädchen”. Jeder kennt Roulette, besonders aus Filmen. So sanft das Wort auch klingen mag, Roulette ist das beliebteste und das am weitesten verbreitete Glücksspiel, das in Casinos angeboten wird. Die Regeln sind ziemlich einfach und sind in jedem Casino nahezu gleich. Es gibt nur sehr geringe Abweichungen wie zum Beispiel das Double Zéro (was geschieht, wenn die Kugel auf Null fällt?). Der Ursprung dieses Glücksspiel findet sich im 17. Jahrhundert wieder, bei dem französischen Mathematiker Blaise Pascal. Aber auch Italien werden teilweise Ursprünge von diesem Glücksspiel zugesprochen.

Der Spieltisch
Das Französische Roulette wird üblicherweise an einem Doppeltisch gespielt, welcher von acht Mitarbeitern des Casionos ständig betreut wird. Der Doppeltisch ist folgendermaßen aufgebaut: Im Zentrum des Doppeltisches beim Französischen Roulette, welcher mit einem grünen Tuch bespannt ist, befindet sich die Roulettemaschine in einer Vertiefung. Rechts und links von der Roulettemaschine befinden sich die Felder für die Einsätze der Mitspieler. Die Roulettemaschine wird zudem von vier Croupiers umgeben. An den beiden Kopfenden des Spieltisches sitzt jeweils und weiterer Croupier und die restlichen beiden Betreuer des Tisches stellen sich durch die sogenannten Chef de table dar, welche jeweils für eine Tischhälfte verantwortlich sind. Die Roulettemaschine besteht aus 36 abwechselnd roten und schwarzen Nummernfächern. Das 37. und grün gekennzeichneten Nummernfach ist für die Null gedacht. Eine Kugel fällt in eines dieser Nummernfächer und auf diese Weise wird die Gewinnzahl ermittelt. Jedoch ist es heute oftmals so, dass in vielen Casinos nicht mehr am klassischen Doppeltisch gespielt wird, sondern an einem Einfachtisch, welcher auch nur von vier anstatt acht Mitarbeitern des Casinos betreut wird.

Roulette

Roulette ©iStockphoto/Baris Simsek

Der Spielablauf
Das Ziel jeder Spielrunde ist es zu erraten, auf welches Zahlenfach die Kugel fallen wird und darauf zu setzen. Dabei hat man verschiedene Wettmöglichkeiten. Zu Beginn jeder Runde werden die Spieler aufgefordert, die Spielchips auf eine bestimmte Zahl oder Zahlengruppe zu setzen. Dabei wird vom Casino ein Wettminim um und ein Wettmaximum festgesetzt, welche nicht unter- bzw. überschritten werden können. Wenn nun alle Einsätze getätigt wurden, geht es mit der Rouletterunde los.Der Croupier dreht die Roulettemaschine in eine Richtung und wirft dabei die weisse Kugel am Rande der Roulettemaschine in entgegengesetzter Richtung entlang. Von diesem Moment an dürfen keine weiteren Einsätze mehr getätigt werden. Der Croupier hat nun die Aufgabe, die Gewinnzahl anzusagen, sobald die weisse Kugel in einem Nummerfach liegen bleibt. Als erstes werden die Einsätze derjenigen Mitspieler, die verloren haben, eingezogen und alle Chancen, die in einem Zusammenhang mit der Gewinnzahl sind, ausbezahlt.

Die Wettmöglichkeiten
Man hat verschiedene Möglichkeiten um zu Wetten. Zum einen gibt es die einfachen Chancen, welches als die beliebteste und am häufigsten genommene Wettmöglichkeit zählt. Dabei setzt man entweder auf Rot oder Schwarz, auf eine gerade oder ungerade Zahl oder auf eine niedrige Zahl von 1 bis 18 oder hohe Zahl von 19 bis 36. Im Falle eines Gewinnes erhält man den doppelten Einsatz wieder.

Als nächstes gibt es die mehrfachen Chancen. Das wohl Riskanteste ist es, auf eine bestimmte Zahl der 37 Zahlen zu setzen. Dabei ist die Trefferquote bei 35:1. Man kann aber auch das Risiko vermindern, indem man auf zwei benachbarte Zahlen setzt, zum Beispiel 29 und 30 oder 20 und 21. Da ist die Quote wesentlich höher mit 17:1. Dann hat man die Möglichkeit, auf drei Zahlen aus einer Querreihe der Einsatzfelder zu setzen. Das Einsatzfeld, welches auch Tableau genannt wird, hat genau elf Querreihen und somit ist die Chance bei 11:1. Es gibt natürlich viele weitere Wettmöglichkeiten, die weniger riskant sind. Zum Beispiel setzt man auf vier auf dem Einsatzfeld benachbarte Ziffern, z.B. 5, 6, 8 und 9 und hat eine Gewinnquote von 8:1. Eine 2:1 Chance entsteht zum Einen bei einem Wetteinsatz auf eine Kolonne. Das Tableau hat drei Kolonnen von jeweils 12 Zahlen, auf die man setzen kann. Zum anderen kann man auf ein bestimmtes Dutzend setzen, auf Zahlen von 1 bis 12, von 13 bis 24 oder von 25 bis 36. Auch dabei entsteht die 2:1 Chance zu gewinnen. Zudem ist noch zu bemerken, dass man seinen Einsatz im Falle eines Gewinnes wiederbekommt. Setzt man zum Beispiel 100 Euro auf eine bestimmte Zahl, so erhält man bei einer Quote von 35:1 3500 Euro und seinen Einsatz von 100 Euro wieder zurück. Es ist so ausgelegt, dass der Höchsteinsatz für einfache Chancen das 1.200-fache des Minimums beträgt. Das heisst bei einem Tisch mit 100 Euro Mininum ist der Höchsteinsatz bei 120.000 Euro. Somit ist es dem Casino garantiert, dass im Gewinnfall maximal der Höchsteinsatz ausgezahlt werden kann und nie mehr.

Die Null
Was passiert aber, wenn weisse Kugel auf die Null fällt? Sollte die Kugel tatsächlich auf die Null fallen, so gewinnen die Wetteinsätze, welche die Null in einer Kombination innerhalb einer mehrfachen Chance beinhalten, zum Beispiel bei einem Wetteinsatz auf zwei Nummern, die ersten drei Nummern oder die ersten vier Nummern. Dabei sind sechs Kombinationen möglich: 0/1, 0/2, 0/3, 0/1/2, 0/2/3 und 0/1/2/3. Einsätze auf Dutzende und Kolonnen verlieren bei einem Treffer auf die Null sofort. Des weiteren werden die Einsätze auf den einfachen Chancen gesperrt. Um das Sperren des Einsatzes zu umgehen, kann man die Hälfte des Einsatzes zurückfordern. Die andere Hälfte wird eingezogen, darf jedoch das vorgeschriebene Minimum nicht unterschreiten, da sonst das Zurückfordern nicht möglich ist. Bleibt der Einsatz bei einer einfachen Chance gesperrt und der Spieler hat beispielsweise auf Rot gesetzt, so muss in der nächsten Runde ein Rot kommen, da der Einsatz andernfalls eingezogen wird und somit verloren geht. Fällt die Kugel aber tatsächlich auf Rot, so ist der Einsatz wieder verfügbar und ist nicht weiter für den Spieler gesperrt. Der Spieler gewinnt allerdings dabei nichts. Sollte aber die Null ein zweites Mal ausgespielt werden, so ist der Einsatz doppelt gesperrt. Das heisst, dass nun zwei Mal in Folge Rot zutreffen muss, um den Einsatz wieder freizugeben. Erfolgt dies nicht, so geht auch hier der Einsatz verloren. Wenn es tatsächlich dazu kommt, dass die Null ein drittes Mal in Folge ausgespielt wird, so gehen die Einsätze auf den einfachen Chancen verloren, da ein dreifaches Sperren der Einsätze nicht möglich ist. Es bietet sich jedoch die Möglichkeit, den Einsatz auf einer einfachen Chance im Falle einer Sperrung zu verlegen, zum Beispiel von Rot auf Schwarz. Dies ändert jedoch nichts an der Sperrung, welche weiterhin erhalten bleibt.